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Wie viel Licht braucht meine Pflanze?

Für jede Pflanze ist eine andere Lichtmenge optimal. Liegt das Niveau darunter, dann wird nicht genug produziert. Ein zu hohes Niveau wirkt sich jedoch ebenfalls nachteilig auf Ertrag und Qualität aus. Ohne Maßarbeit geht es also nicht.

tomaten und gurken

(max. 30 mol je m2

Dies sind sehr lichtliebende Pflanzen. Sie können 30 mol Licht je m2 pro Tag* in Produktion umsetzen. Das bedeutet: Es ist nicht schnell genug. In Gegenden mit wenig Licht im Winter ist es daher sehr sinnvoll, den Lichteinfall zu verbessern. Möglich ist das durch Verringerung der Reflexion auf dem Gewächshausdach mit Hilfe von AntiReflect. Auf der Innenseite sorgt AntiCondens für die Bildung eines feinen Wasserfilms statt großer Kondensattropfen. Auch das verbessert den Lichteinfall beträchtlich.
In einem Gewächshaus ohne Beschichtung fällt viel Sonnenlicht auf den oberen Teil der Pflanzen und wenig auf den unteren. Dies lässt sich mit einer diffusen Beschichtung verbessern. Die unteren Blätter werden dann ebenfalls produktiver und das sorgt für höheren Ertrag und bessere Qualität. Das diffuse Licht, bei dem der Wechsel zwischen Schatten und Sonnenflecken vermieden wird, bewirkt, dass die Kultur ruhig und ohne Stress verläuft.
Eine Bedingung bei hohem Lichtniveau ist grundsätzlich, dass die Temperatur der Pflanzen nicht zu hoch ansteigt. Dies lässt sich mit ReduHeat erreichen, das die Wärmestrahlung selektiv abhält. Die Pflanze kann vollständig assimilieren, wird aber nicht zu warm. Dieser Effekt lässt sich auch mit ReduFuse IR erreichen, das die Vorteile von diffusem Licht mit Wärmeabschirmung kombiniert.
In heißen, trockenen Regionen kommt man im Sommer nicht darum herum, das Licht abzuschirmen. Dann sind ReduSol und eventuell eine zusätzliche Schicht SprayChalk die Mittel der Wahl.

paprika

(max. 25 mol je m2)

Paprika liebt ebenfalls Licht, wenn auch nicht ganz so sehr wie Tomaten und Gurken. Eigentlich gilt für diese Pflanze das oben Ausgeführte. In den heißen Monaten wird man Schattierungsmittel allerdings schon zu einem früheren Zeitpunkt einsetzen müssen. Dies ist umso wichtiger, als bei Paprika immer eine Konkurrenz zwischen Fruchtansatz und Früchtwachstum besteht. Die Balance zwischen den beiden Prozessen wird bei Hitzestress schnell gestört. Es lohnt sich, die Hitzeabschirmung besonders zu beachten, wobei sowohl ReduFuse IR als auch ReduHeat das Wachstum von Paprika positiv beeinflussen können. 

Salat

(max. 15 mol je m2)

Salat stellt ganz andere Anforderungen. Das optimale Lichtniveau ist nur halb so hoch wie bei Tomaten. Daher müssen Beschichtungen anders eingesetzt werden und es hängt stark von der Region ab, was sinnvoll ist. Wenn über einen langen Zeitraum hinweg das Lichtniveau der Faktor ist, der die Produktion bremst, sind den Lichteinfall verbessernde Beschichtungen sicher eine Überlegung wert. Überall jedoch - vor allem in wärmeren Regionen - geht es darum, das Licht- und insbesondere das Hitzeniveau einen Teil des Jahres über mit Beschichtungen wie ReduSol und eventuell SprayChalk zu hemmen.

Rosen und Chrysanthemen

(max. 22-30 mol je m2)

Rosen und Chrysanthemen fallen in dieselbe Kategorie wie Tomaten und Gurken: Sie sind sehr lichtliebende Pflanzen. Das bedeutet, dass der Einsatz von Beschichtungen vergleichbar ist. Es gibt jedoch eine wichtige Anmerkung: Blüten und Knospen sind oft empfindlich gegen Hitzestress; einige Farben sogar extrem. Das heißt also: Es muss besonders auf Hitzeabschirmung geachtet werden. Bei Rosen ist die Beschichtung ReduFlex Blue auf dem Vormarsch. Diese kombiniert Hitzeabschirmung mit selektiver Hemmung von blauem Licht. Dadurch werden die Rosenstiele länger und wirkt sich positiv auf die Qualität der Blüten aus.

Andere schnittblumen

Ein großer Teil der Schnittblumen ist in der mittleren Kategorie einzuordnen. Sie lieben Licht, zu viel darf es aber nicht werden. Das bedeutet vor allem, dass sonnenabschirmende Beschichtungen früher im Jahr aufgebracht werden müssen als bei Rosen und Chrysanthemen. Auch diese Pflanzen profitieren von diffusem Licht.

topfpflanzen

(max. 4-12 mol je m2)

Die meisten Topfpflanzen sind echte Schattenpflanzen. Einen großen Teil des Jahres über müssen sie gegen sowohl hohe Lichtniveaus als auch zu viel Hitze geschützt werden. Dann ist ReduSol die richtige Beschichtung. Einige Arten - zum Beispiel Fuchsien und Hortensien - können mit einem etwas höheres Lichtniveau umgehen. Je nach Region und Standort könnte die hitzeabschirmende, diffuse Beschichtung ReduFuse IR hier die angesagte Option sein.
Aus Forschungsstudien von Wageningen University & Research geht hervor, dass diverse Arten von Topfpflanzen mehr Licht vertragen, als es in der Praxis üblich ist. Ein höheres Lichtniveau sorgte bei Versuchen für eine kürzere Produktionszeit und viel schwerere Pflanzen. Bedingung ist allerdings, dass Hitzestress vermieden wird und die Luftfeuchtigkeit nicht zu stark absinkt. Dies wurde mit diffusem Licht und Luftbefeuchtern erreicht. Niederländische Gärtnern bringen häufiger eine diffuse Beschichtung auf und erreichen so eine höhere, schnellere Produktion.

Die Wahl der richtigen Beschichtung hängt nicht nur von der Pflanze ab, sondern auch von den klimatischen Bedingungen und dem Gewächshaustyp. Möchten Sie wissen, mit welcher Beschichtung Sie das Optimum aus Ihrer Pflanze holen? Der ReduWizard erteilt Ihnen online eine persönliche Empfehlung und unsere Account Manager beantworten Ihre Fragen immer gerne. 

*Maximale Anzahl mol je m2 ist ein Hinweis, diese Zahlen basieren auf Daten der Purdue University.

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